Barrierefreiheits-Scan: Website kostenlos prüfen

Gib eine Web-Adresse ein und erhalte in wenigen Augenblicken einen automatischen Bericht nach WCAG 2.1 A/AA: Score, gefundene Probleme und konkrete Hinweise – kostenlos und ohne Anmeldung.

Bis zu 3 Scans pro Tag. Geprüft wird genau die angegebene Seite – die Startseite ist ein guter Start.

Wichtig: Was der Scan leisten kann – und was nichtAutomatische Tests können nur einen Teil der WCAG-Kriterien prüfen – erfahrungsgemäß etwa 30–40 %. Ein guter Score bedeutet deshalb nicht, dass deine Website vollständig barrierefrei ist. Der Scan ersetzt weder eine vollständige Prüfung durch Fachleute noch eine Rechtsberatung.

Viele dieser Probleme direkt in WordPress beheben

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Wave Access ansehen → BFSG-Check: Bin ich betroffen?

Was der Scan prüft

Der Scan basiert auf axe-core, der Open-Source-Prüf-Engine von Deque Systems, die unter anderem auch in Google Lighthouse steckt. Ein Headless-Browser lädt die angegebene Seite vollständig, führt JavaScript aus und analysiert dann den tatsächlich gerenderten Zustand – also das, was Besucher wirklich sehen. Maßstab sind die Erfolgskriterien der WCAG 2.1 in den Konformitätsstufen A und AA.

Die wichtigsten Prüfkategorien im Überblick:

  • Alternativtexte: Jedes inhaltstragende Bild braucht ein alt-Attribut – ohne Alt-Text bleibt ein Bild für Screenreader-Nutzer unsichtbar.
  • Farbkontraste: Normaler Text muss ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 zum Hintergrund erreichen (WCAG 1.4.3). Hellgrauer Text auf weißem Grund fällt hier besonders oft durch.
  • Formular-Beschriftungen: Jedes Eingabefeld braucht ein programmatisch verknüpftes Label. Ein Platzhaltertext allein reicht nicht – er verschwindet beim Tippen und wird von Hilfstechnologien nicht zuverlässig vorgelesen.
  • Linktexte: Links müssen ihr Ziel beschreiben. Fünfmal „mehr erfahren“ auf einer Seite ist für Screenreader-Nutzer, die von Link zu Link springen, nicht unterscheidbar.
  • Sprachattribut: Das lang-Attribut im HTML (z. B. lang="de") legt fest, mit welcher Aussprache ein Screenreader die Seite vorliest. Fehlt es, klingt deutscher Text schnell wie englisches Kauderwelsch.
  • Überschriften-Hierarchie: Eine h1 pro Seite, keine übersprungenen Ebenen – Überschriften sind das Inhaltsverzeichnis, über das sich viele Nutzer eine Seite erschließen.
  • ARIA-Verwendung: ARIA-Rollen und -Attribute müssen gültig und konsistent eingesetzt sein. Fehlerhaftes ARIA schadet der Zugänglichkeit oft mehr als gar keines.
  • Tastaturbedienbarkeit: Erkennbare Stolperfallen wie positive tabindex-Werte oder klickbare Elemente, die per Tastatur gar nicht erreichbar sind.

Zu jedem gefundenen Problem zeigt der Bericht die betroffenen Elemente, den Schweregrad, das verletzte WCAG-Kriterium und einen Link mit Hinweisen zur Behebung.

Automatisch prüfen vs. manuell prüfen

Ein ehrliches Wort: Automatische Tests können nur etwa 30 bis 40 Prozent der WCAG-Kriterien zuverlässig abdecken. Eine Maschine erkennt, ob ein Bild einen Alt-Text hat – aber nicht, ob er den Bildinhalt sinnvoll beschreibt oder nur „IMG_2043.jpg“ lautet. Sie misst Kontrastwerte, kann aber nicht beurteilen, ob ein Text verständlich geschrieben ist.

Nur manuell prüfbar sind unter anderem:

  • die inhaltliche Qualität von Alternativtexten,
  • eine logische Fokus-Reihenfolge beim Durchtabben der Seite,
  • verständliche Sprache und nachvollziehbare Fehlermeldungen,
  • der Praxistest mit einem echten Screenreader wie NVDA oder VoiceOver.

Der Scan ist deshalb als erster Schritt gedacht: Er findet die technisch messbaren Probleme schnell und kostenlos. Wie eine vollständige Prüfung darüber hinaus aussieht, erklärt unser Leitfaden Barrierefreiheit testen.

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet Unternehmen, die Verbraucherdienstleistungen digital anbieten – etwa Online-Shops, Buchungs- oder Terminsysteme –, ihre Websites und Apps barrierefrei zu gestalten. Das BFSG setzt den European Accessibility Act um, die Richtlinie (EU) 2019/882, die europaweit einheitliche Anforderungen schafft.

Technischer Bezugspunkt ist die europäische Norm EN 301 549, die für Webinhalte auf die WCAG 2.1 in der Stufe AA verweist – genau den Maßstab, den dieser Scan anlegt. Ob dein Angebot unter das Gesetz fällt, klärst du in wenigen Minuten mit unserem BFSG-Check; die Details zu Pflichten, Fristen und Ausnahmen fasst der Artikel BFSG und EAA zusammen.

Häufige Fragen zum Scan

Ist der Barrierefreiheits-Scan kostenlos?

Ja. Du kannst bis zu 3 Scans pro Tag kostenlos durchführen – ohne Anmeldung und ohne Angabe einer E-Mail-Adresse.

Was bedeutet der Score?

Der Score von 0 bis 100 ist ein Orientierungswert. Er fasst die automatisch gefundenen Probleme heuristisch zusammen, gewichtet nach Schweregrad. Er ist kein Konformitätsnachweis und keine vollständige Bewertung der Barrierefreiheit.

Reicht ein automatischer Test für BFSG-Konformität?

Nein. Automatische Tests decken erfahrungsgemäß nur etwa 30 bis 40 Prozent der WCAG-Kriterien ab. Für eine belastbare Aussage zur Konformität nach BFSG oder EN 301 549 ist zusätzlich eine manuelle Prüfung nötig – etwa der Fokus-Reihenfolge, der Verständlichkeit von Texten und der Bedienbarkeit mit Screenreadern.

Welche Technik steckt hinter dem Scan?

Ein Headless-Browser lädt die angegebene Seite vollständig inklusive JavaScript. Anschließend prüft die Open-Source-Engine axe-core den gerenderten Zustand gegen die WCAG 2.1 in den Stufen A und AA.

Werden meine Daten gespeichert?

Das Scan-Ergebnis wird 24 Stunden zum Abruf vorgehalten und danach gelöscht. Die IP-Adresse dient nur der Durchsetzung des Tageslimits. Es findet keine Weitergabe an Dritte statt.

Was tun, wenn der Scan Fehler findet?

Der Bericht nennt zu jedem Problem die betroffenen Elemente und das zugehörige WCAG-Kriterium. WordPress-Websites können viele typische Barrieren mit Wave Access direkt beheben. Für alles, was automatisch nicht prüfbar ist, empfiehlt sich eine manuelle Prüfung.